„Figurativ, realistisch, im Spannungsfeld zwischen Malerei und Fotografie angesiedelt, ... . Vom Medienkünstler zum Maler konvertiert, zeigt Rauch als „Postmoderner Realismus“ Arbeiten aus verschiedenen Serien der letzten Jahre. Während Wolkenbilder und „Seestücke“ die Weite des Blicks in der Landschaft und am Himmel thematisieren und zur malerischen Herausforderung werden, was die Wiedergabe von Farbtönen und Spiegelungen anbelangt, verlagert sich das Interesse des Künstlers in den neuesten Arbeiten auf besondere Innenräume. Scheinbar völlig konträr zu den Landschaften dominieren geometrische Linien, der Blick auf eine „Unromantische Architektur“ oder in das Innere eines Zugs. Ebenso menschenleer wie die Landschaften geht es dem Maler weniger um die Botschaft der Motive, als vielmehr um ein Sehen, das vom fotografischen Blick ausgeht und in die Malerei mündet.“

Zitat: Ariane Grabher: aus „Pralles Leben und Nüchternheit“ in Vorarlberger Nachrichten, 16.4.2013

Inspiration zur Malerei:

Wesentlich Inspiration zur Malerei war für mich die Begegnung mit dem Werk von Franz Gertsch. Seine Umsetzung fotografischer Motive in Malerei zeigte mir, wie die Malerei auch im Kontext fotografischer Medienbilder bestehen kann. In Folge pflegte ich eine intensive Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Fotorealismus. Ich lernte die Position der Fotorealisten in Bezug auf die Fotografie kennen: Fotos als Bildkonzept und zum Motivstudium zu verwenden.


Diese Auseinandersetzung schloss mit der Zeit die gesamte Tradition naturalistischer Darstellung mit ein und ich fand dabei weitere Inspirationsquellen: Bernardo Bellotto (Canaletto), die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, besonders Jean-Baptiste Camille Corot, die amerikanischen Maler der Hudson River School, besonders Frederic Edwin Church. Sowie die Maler Felix Vallotton, William Delafield Cook, Neil Welliver und Ingrid Becker.


Bei der Verwendung der Fotografie als Wahrnehmungsinstrument ist eine impressionistische Farbumsetzung zentral. Diese kann aber malerisch durchaus symbolisch oder expressiv erweitert werden. Immer ist für mich die malerische Arbeit ein  Bemühen um eine Form und Farbkomposition unabhängig von einem fotografischen Motiv. Dabei bleibt eine gewisse Komplexität des Bildes ein wesentlicher Konzeptionsfaktor.  


Erstes Hauptmotiv ist für mich das Seestück. Der Blick auf einen See bietet als Landschaftsbild die meiste Weite und größte metaphysische Dimension.


Kathedralenbilder, Innenräume von Kirchen, sind eine Hommage an die kompromisslose, architektonische Verherrlichung der spirituellen Dimension des Seins.


Landschaftsbilder sind eine Herausforderung der Bildkomposition und einer Farbwahrnehmung / Farbgebung, abhängig von der Lichtstimmung. 

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